Kaufempfehlung und praktische Erfahrungen für einen Erstkäufer

Guten Tag.

Ich weis, dass diese Frage vermutlich schon tausende male gestellt wurde aber ich dachte mir ich frag trotzdem mal.

Ich habe vor mein Haus endlich mit Überwachungskameras zu schützen und stehe nun vor der Entscheidung welche es schlussendlich wird.
Meine Anforderungen sind: für den Außenbereich, W-Lan Netz wäre vorhanden LAN müsste ich mit einem weiteren Repeater installieren (wäre aber möglich), zusätzliche kosten wegen Cloud abos möchte ich NICHT haben, Dauerstrom würde ich bevorzugen, Spielerein wie eine App wären cool, Möglichkeiten zusätzliche Kameras einzubinden.

Ich habe mich natürlich schon bisschen erkundigt und bin bei der REOLINK Duo floodlight irgendwie neugierig geworden bin aber für alle Vorschläge und Tipps offen. Wenn ich mir schon eine zulege dann eine sehr sehr gute!
Ist es praktisch wenn sich die Kamera mit bewegt? Gibt es im Winter Probleme mit Vereisung (gibt ja welche mit Heizung)?,…

Hallo,
ich kann ja mal den Anfang hier machen, auch wenn ein Moderator eines Instar-Forums evtl. voreingenommen sein könnte. Aber ich versuche es einigermaßen neutral zu bewerten.
Ich persönlich werde mir keine Kamera eines chinesischen Herstellers zulegen. Auch nicht deren App.
Für ein Haus wäre eine bewegliche Kamera sehr von Vorteil. Evtl. auch mit einem analogen Zoom.
Reines Flutlicht brauche ich nicht und möchte nicht bei jeder Bewegung nachts (z.B. Tiere) eine helle Beleuchtung haben. Das stört u.a. auch die Nachbarn. Weisslicht hilft meistens den Herstellern, die Schwächen des Aufnahmechips auszugleichen.
Dann lieber eine Kamera mit Infrarotlicht (IR-Licht), die nachts dann Schwarzweissbilder anstelle Farbbilder liefert.
Vereisung: die Instar 9020 hat z.B. keine Probleme damit, man sollte die Kamera aber auch nicht direkt bzw. ungeschützt der Wetterseite ausliefern. Unter einem Vordach ist gut.
Die Apps von Instar sind sehr gut und vielfältig in ihren Einstellungen. Zudem gibt es seit den Full HD Kameras und aktuell den 2k+ (erst recht) eine breite Unterstützung für Smarthome-Lösungen. Bilder und Videos können lokal auf der SD-Karte der Kamera abgespeichert und später dann durchgesehen werden, oder Du nutzt den (s)FTP-Transport, um die Bilder/Videos z.B. auf einer NAS abzulegen.
Du kannst Dir auch selber Lösungen z.B. per MQTT und Node-Red zusammenzimmern.
Im Wiki gibt es etliche Seiten zum Stöbern. Als Anfang wäre die Seite für die Aussenkameras interessant. Die aktuelle IN-9420 wäre mal einen näheren Blick wert, da ab der 2k+ Serie auch Objekterkennung von Mensch, Tier und Autos direkt in der Kamera erfolgen kann. Also ohne Cloudanbindung!
Das reduziert Fehlalarme. Soweit erst mal. Andere wollen auch noch was sagen.
:slight_smile:

2 Likes

Ich stimme allem zu, was Estimator geschrieben hat.
Sehr schön zusammen gefasst! :ok_hand:

Ich habe seit vielen Jahren verschieden INSTAR-Kameras im Einsatz und bin super zufrieden damit.
Was für mich das „Killer-Feature“ war, ist das Zusammenspiel von passiv-Infrarot und digitaler Bewegungserkennung.
Andere Kameras ohne passiv-Infrarot-Melder haben bei mir immer Fehlalarme ausgelöst. Bei Regen, bei Schneefall, oder wenn sich Gebüsche oder Bäume bewegten: Bewegungs(fehl)alarm. Nervig!
Ja, es gibt mittlerweile eingabute KI (z.B. in der 9420) die sogar Autos, Personen und Tiere unterscheiden kann. Klasse! Die Anzahl der Fehlalarme ist quasi null.
Du musst dir aber bewusst sein, dass das Einstellen der Kamera auf deine lokalen Verhältnisse arbeitsaufwändig ist und Zeit kostet. Das ist aber kein INSTAR-spezifisches Problem, das gilt für jede Kamera.

INSTAR bietet günstig die Speicherung in der INSTAR-Cloud an. Die Preise sind absolut fair. Dies hat den Vorteil, dass bei Sabotage das Bildmaterial trotzdem noch vorhanden ist. Es ist quasi wie der Regenschirm-dabei: wenn man es hat, braucht man es (hoffentlich) nicht.
Wenn du lieber lokal speicherst, dann kann ich Synology NAS Surveillance Station empfehlen - das sind dann aber andere Preisregionen als die INSTAR Cloud :wink:
Jeder wie er mag.

Eine China-Cam käme mir auch nicht (mehr) ins Haus, das hatte Estimator aber auch schon erwähnt. „Wer billig kauft, kauft zweimal“.
Und der Vollständigkeit halber: ich arbeite nicht bei INSTAR und bekomme auch keine Verkaufsprovision. Ich finde die Produkte einfach gut.

1 Like

Hab mich ein bisschen in die Modelle 9020 und 9420 von Instar eingelesen konnte aber folgendes nie finden.

Ist es möglich die Kameras auf Bewegungsverfolgung zu schalten (Mitschwenken der erkannten Bewegung) oder können die das gar nicht. Falls nicht stell ich mir die Frage WARUM??? Modelle wie beispielsweise von Reolink können das und würde ich schon als extrem praktisch einstufen da man so so gut wie nie in einen toten Winkel als Person kommt. :man_shrugging:t4:

Ich habe eine 9020 und eine 9420 - und mir ist nicht bekannt, dass die Kameras das könnten.
Braucht man das? Ich brauche es nicht.
Ich überwache den Eingangsbereich und den Hof unseres Hauses - und wenn dort jemand rein läuft, wird die Person erfasst, gepeichert und ein push-Alarm ausgelöst. Ein Mitschwenken würde m.E. die Bilder erher verwaschen und unscharf machen.
Aber das ist nur meine Meinung.

„Warum“ das INSTAR nicht hat oder kann, wird Dir in einem Kundenforum evtl. niemand sagen können :innocent:

Ich persönlich finde scharfe Bilder, das Erkennen von Personen/Tieren/Autos, zuverlässiges funktionieren und null Fehlalarme wichtiger - aber das muss jeder für sich entscheiden.
Denn wenn Du viele Fehlalarme hast, dann desensibilisiertst Du irgendwann - und schaust es Dir am Ende gar nicht mehr an…

Gruß, Kai

Doch, kann man machen. Allerdings per MQTT und z.B. Node-Red. Irgendwo gibt es einen Flow dazu. Dazu wird das Bild in 2 oder 4 Bereiche aufgeteilt und falls jemand aus dem Bild läuft wird automatisch per MQTT-Kommando die Kamera nachgeführt. Das kann z.B. ein Raspberry PI erledigen.
Das ist ja das gute an den Instar Kameras, dass die eine enorme Bandbreite an offenen Schnittstellen haben. Bei anderen Herstellern bist Du auf deren App angewiesen und kannst selber kaum oder gar keine eigenen Applikationen erstellen.

Auf die Schnelle was gefunden: