Alarmauslösung bei kleinen Tieren

Was muss ich bei meiner IN-9820 einstellen, um Nachts bei einem Igel der über den Rasen läuft, einen Alarm auszulösen? Alle Versuche schlugen bisher mit und ohne Objekterennung fehl.
Tagsüber schaffe ich es auch nicht den Alarm bei herumlaufenden Hühnern auszulösen.

Kann es sein, dass die Entfernung für die Erkennung von Igel oder Hühnern zu groß ist?

Jepp, bei mir Höhe ca. 2.5m, Entfernung bei Raben, Marder max 5 - 6m.

Anpassungsanfragen bzgl. der Größe der Felder bei der Objekterkennung * und Einiges mehr) blieben seitens Instar leider unbeantwortet

Gruß
Franz

Ich habe noch etwas herumprobiert, und es werden jetzt tagsünber Alarme ausgelöst, wenn Hühner im festgelegten Bereich herumlaufen.
Bin auf heute Nacht gespannt. Mal schauen ob auch der Igel erkannt wird ind Alarm ausgelöst wird.
Das sich INSTAR nicht über eine Reichweitenlimitierung äussert finde ich schade. Hast du mal nachgehakt?

Man muss sich da anschauen was das AI Modell sieht. Wir haben Kontext - d.h. wenn wir einen braunen Blob auf dem Rasen sehen der sich bewegt, muss das ein Huhn sein. Das können wir sagen, ohne das Huhn wirklich erkennen zu können. Das Model sieht Pixel und muss entscheiden ob diese wie ein Huhn aussehen oder nicht.

In dem Beispiel hier sind die ersten beiden Hühner im Vordergrund ganz gut zu erkennen. Das im Hintergrund jedoch schon schwieriger:

Jetzt kommt noch hinzu, dass das Model mit einer Bildgrösse von 640 Pixeln in der Breite arbeitet. Das hat den Vorteil, dass unruhige und detailreiche Hintergründe komprimiert werden und es einfacher machen Objekte im Vordergrund zu erkennen / bzw. Fehlerkennungen im Hintergrund zu unterdrücken. Wenn man jedoch Objekte hat, die „Features“ haben die nicht viel grösser sind als die „Features“ des Hintergrundes, werden diese ebenfalls unterdrückt. Wenn man das Bild von oben auf die Eingangsgrösse komprimiert wird es schon erheblich schwieriger die Objekte korrekt zuzuordnen:

Bei Igeln wird es schon wesentlich früher kritisch - sobald man die Beine oder die Nase nicht mehr erkennt:

In Zukunft wird es möglich sein mehr AI Modelle auf die Kamera zu laden und mit einem speziellen Modell auch solche Grenzfälle abzudecken. Aber ein Modell auf das Igel-Bild von zu trainieren, würde garantiert auch viele Fehlalarme erzeugen sobald ein Stein oder ein Stassenbesen im Bild liegt. D.h. wenn man das weiss, kann man ein solches Modell einmal mit dem Bild der eigenen Kamera testen, alle Objekte im Bild, die Fehlalarme erzeugen, mit Privatsphäre Masken abdecken und das Modell dann nutzen.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Da dies nur temporär eine Aufgabe der Kamera bzgl. Igel Erkennung sein wird, ist das nicht so tragisch. Die 9820 wird demnächst an ihren richtigen Arbeitsplatz angebracht, und dort ist sie nicht so weit von dem zu beobachtenden Areal entfernt.

Wird denn ein Igel wenn er über das Gras läuft von der Kamera bei dieser Entfernung als ein sich bewgendes Objekt erkannt? Ich gehe davon aus, dass bei so einem kleinen Tier auf diese Entfernung der PIR nicht relevant sein wird?
Mir ist es in meinem Fall egal ob die AI einen Igel erkennt, hauptsache es wird ein Alarm gemeldet und aufgezeichnet!

Sobald die Beine oder das Gesicht erkennbar ist - vermutlich. Füchse werden z.B. entweder als Katze oder Hund erkannt. Aber auf die Entfernung wird der Igel eher - wie oben bereits gesagt - als Stein oder Besen erkannt :grinning_face_with_smiling_eyes: Insofern denke ich nicht, dass man da eine positive Tier-Erkennung hinbekommt.

Auf die Entfernung wird der Igel vermutlich zu klein sein für den PIR Sensor. Es sei denn, es gibt eine sehr starke Temperaturdifferenz zwischen dem Igel und der Rasenfläche.

:index_pointing_up: Wie hier geschrieben - man kann ein AI Modell speziell darauf trainieren Igel zu erkennen. Aber dies würde dann in ein separates Modell gepackt werden, da die Gefahr für Fehlalarme zu gross ist.

1 „Gefällt mir“

Moin,
ich würde diese Frage anders interpretieren, nämlich bezogen auf die Bewegung, nicht auf das Objekt.

Dasselbe hatte ich vor geraumer Zeit ja auch mal gefragt, aber keine zufriedenstellende Antwort erhalten.

Testen möchte ich jetzt nicht mehr, also nur zum Verständnis:

PIR AUS, Bereich OHNE Objekterkennung NUR Bewegungserkennung = JA oder NEIN ???

Bei meinen damaligen Tests mit der 9420 2k hat das nämlich NICHT funktioniert.

MfG
Franz

Wir haben nun auch eine IN-9820 4K installiert, bei uns geht es primär darum die Füchse, Marder und Rehe zu sehen die sich in der Nacht im Garten herumtreiben.

Bei der Bewegungserkennung ergeben sich nun ähnliche Probleme wie bei Euch. Konkret kämpfe ich mit dem Umstand, dass Tiere trotz 100% Empfindlichkeit im Erkennungsfeld nicht aufgenommen werden bzw. den Alarm nicht auslösen.

Ursprünglich hatte ich größere Felder, nun sind sie recht klein geworden und sperren die Laufwege der Tiere ab:

Ich habe es so verstanden, dass die 8 “Prüfsegmente” durch die das Tier läuft möglichste klein sein sollen, damit die Veränderungsquote im Segment entsprechend groß ausfällt. Somit habe ich schmale Korridore geschaffen anstatt den ganzen Garten einzufärben.

Der Bereich 8 rechts ist ca. 6m von der Kamera entfernt. Die Katzen und Marder biegen dort oft ab, an den Tatzenspuren zu erkennen. Leider fängt die Kamera das nicht ein, obwohl ich eine Körperabdeckung von 20-40% abschätze und die Empfindlichkeit bei inzwischen 100% (!) liegt.

Ich habe die Bereiche NICHT gekoppelt, damit keine UND-Verknüpfung Bewegung / IR entsteht. Ausserdem habe ich das IR-Licht in der Nacht auf dauernd an. Trotzdem war nichts am Video.

Wir haben testhalber alle Objekterkennungen auf AN gestellt, und siehe da - wir wurden gefilmt. Warum dann keine Tiere?

Was kann ich noch tun?

Viele Grüße

Peter

Moin Peter,

bei der Objekterkennung die Minimalgrösse so klein wie möglich, die % für die Übereinstimmung auf ca. 15%, und, damit die Bereiche nicht durchgehend schalten die Empfindlichkeit auf maximal 98.

Da wirst Du Dich rantasten müssen.

Versuche das bitte erstmal, dann sehen wir weiter.

BTW, aus eigener Erfahrung: Marder ist schwierig, es sei denn, er macht auf dem Weg mal ne Verschnaufpause… die sind sowas von schnell :wink:

Vorerst viel Erfolg

Gruß

Franz

Danke Dir! Ich habe die minimale Objektgröße auf Werkseinstellung gelassen - die ging auch nicht mehr kleiner. Die Übereinstimmung werde ich auf 15% senken.

Auch bei der Empfindlichkeit von 100% gibt´s keine Unmengen von Videos (da dachte ich schon wir laufen gleich voll), aber ich werde sie trotzdem auf 98% runterdrehen.

Macht die andauernde IR-Beleuchtung in der Nacht eigentlich Sinn? Oder ist das wurscht oder sogar kontraproduktiv?

Ist bei mir genauso.

Ab und an zieht es Spinnen an, aber da muss ich durch :upside_down_face:

Gruß

Franz

Die Ausbeute heute Nacht lag bei NULL. Trotz IR-Licht an (100%), Übereinstimmung 15% und Empfindlichkeit 98% gab es keinen Alarm.

Man könnte vermuten, dass sich seit der Kameramontage keine Tiere mehr in unseren Garten trauen, aber die Spuren sagen etwas anderes…

Ich habe nun einen zusätzlichen Optex IR-Melder mit separatem Alarmausgang bestellt. Damit sollte sich hoffentlich etwas ändern. Dabei gehe ich davon aus, dass auch bei etwaiger “Personen”-Meldung die Kamera keinen Alarm gibt, da sie ja nur auf Tiererkennung konfiguriert ist. Ich hoffe, dass da meine Logik stimmt.

Daumen drücken…

Dann ist der “Baumbereich” ca. 12m entfernt?

Das würde nur mit der Kamera für die kleineren Tiere ( < Rehe ) meiner Erfahrung nach auch knapp bis nix …

Das ausgebüxte Kälbchen ist ca. 12m entfernt.

Die Bereiche waren auch mal kleiner, aber einen großen Unterschied hat es nicht wirklich gemacht.

EDITH: Daumen sind gedrückt :sign_of_the_horns:

Gruß

Franz

Datenblatt der 9820 4K. Zum Kirschbaum sind es ca. 8m.

Es gibt ja einen Grund warum ich mich für diese Kamera statt eines Spielzeugs entschieden habe. Dass sie auf nicht einmal auf 6m einen einzigen Treffer hat enttäuscht dann schon.

Ich schaue mir das noch eine Zeit lang an, und ich hoffe, dass der externe IR-Sensor mithilft. Wenn dann noch immer keine vernünftigen Ergebnisse zustande kommen werde ich in die Profigerät-Kategorie schwenken oder es ganz bleiben lassen. Je nach Druck meiner Frau die Tiere in der Nacht auch wirklich sehen zu können…

HA, ich wußte, dass ich nicht alleine bin :rofl::sign_of_the_horns:

Zur Objekterkennung, sieht bei mir für Tiere so aus:

bei 14%.

Reichweite ist leider nicht gleich Schaltweite, da gibt es Diagramme, die man zur Berechnung heranziehen sollte/muss.

Sowas zum Beispiel:

Diese bittere Pille musste ich auch schlucken.

Ich würde Dir empfehlen, den Instar Support zu kontaktieren und dann evtl. gemeinsam eine Lösung zu finden.

Falls Du, im Gegensatz zu mir, bereit bist, dass sich ein Mitarbeiter direkt auf die Kamera “aufschaltet”, ist sicherlich mehr möglich ( ich möchte das nicht ).

Bei “falscher” Wahl einer Kamera/Positionierung etc. gewinnst Du nämlich leider nichts, Du verlierst nur mehr Geld und Nerven.

Bei Deinen Einstellungen wirst Du, so wie ich auch, ohne entsprechende Testphase bei Starkregen oder Schneefall so oder so wenig Freude haben, da die Fehlalarme in einer “Daueraufnahme” enden.

Gruß und Glück

Franz

Danke, das ist ein guter Tipp mit dem Support. Das wäre auch nötig, denn gerade eben habe ich die Nichtauslösung live erlebt:

Die Nachbarskatze marschierte von rechts durchs Prüffeld unter den Tisch, blieb eine Weile sitzen und ging dann durch die Wiese unter den Busch. Wieder mal keine Auslösung, weder beim rechten noch beim oberen Feld.

Die Auslösungsschwelle ist bei 20%. Ich habe sie heute Vormittag um 5% angehoben da der Rasenroboter öfters ausgelöst hat. Warum der Roboter erkannt wird aber die Katze nicht ist mir ein Rätsel. Bei 6m (!) ein Armutszeugnis.

Moin,

Frage am Rande:

Hast Du denn auch mal ins Systemlog ( WebUI ) geschaut, ob da evtl. etwas erkannt aber keine Aufnahme gestartet wird?

Ansonsten: Willkommen in meiner Welt… leider!

P.S.: Einen externen Bewegungsmelder habe ich auch dran, der bewegt die Kamera dann per NodeRed Script auf eine andere Position.

Das funktioniert inzwischen völlig problemlos.

Gruß

Franz

Vielleicht ist es eine Sache der Perspektive. Bei mir ist eine 9408 an einem Baum ca. 40cm…50cm über dem Boden angebracht. Da werden Füchse in etwa 5m…6m Entfernung erfasst. Da leider von der Tanne Zweige herabhängen, kann ich keine größeren Entfernungen damit testen. Aber sie kommen ohnehin in Richtung Kamera. Ach ja, da eine ältere 5907 höher am Baum hängt und mit PIR-Licht nach unten schaut, habe ich bei der tiefen 9408 das IR-Licht abgeschaltet, um die Tiere nicht zu irritieren. Die Beleuchtung von oben reicht aus. Du könntest das z.B. mit einer externen IR-Beleuchtung von der Seite ähnlich machen und hast dann auch keine Probleme mit Spinnen/Netzen.

Du möchtest den kompletten Garten mit nur einer Kamera abdecken, aber vielleicht solltest Du Dich erst einmal auf einen Teilbereich konzentrieren und auch mal die Kamera tiefer montieren. Die kann zu Beginn auch mal auf einem der Stühle abgelegt werden. Vielleicht kennst Du ja den bevorzugten Weg, den die Tiere nehmen und platzierst die Kamera dicht daneben.
Ich lasse im Garten gerne mal das Gras höher stehen, damit man auch mal sieht, was da so an Blumen zum Vorschein kommt. Freut die Insekten, auch Rehe haben sich da gerne mal zum Ausruhen hingelegt. Man sieht dann sehr schön die schmalen Trampelpfade, die die Tiere nehmen.
Also, Hausaufgaben für Dich wären:

  1. Kamera tiefer aufbauen und sich nur auf eine Hälfte des Gartens konzentrieren
  2. Die nächsten 6-8 Wochen keinen Rasen mähen. Du kannst das Deiner Frau ja begründen. :slight_smile:

Den PIR hast Du sicherlich abgeschaltet und arbeitest nur mit Bewegungs- und Objekterkennung?
Grüße

Und dann kommst DU mit der Sense ???

Auweia, @estimator

:zany_face::rofl::rofl::rofl:

:sign_of_the_horns:

Gruß

Franz

Der Big Wheeler schafft das schon noch. Ich muss nur mehr schieben.
Aber im Ernst: ich weiß, wo ich mir eine Sense leihen könnte. Falls ich meine Frau im Garten nicht mehr finde vor lauter Vegetation.

1 „Gefällt mir“